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Quallen
Gefährlicher als Haie sind für Schwimmer allerdings die Seewespen (Box Jellyfish), diese Würfelqualle gilt als das giftigste Meerestier weltweit. In ihren bis zu 15 Tentakeln, die bis zu drei Meter lang werden, ist ausreichend Nesselgift für 200 Menschen vorhanden. Jedes Jahr sterben mehr Menschen an den Verletzungen dieser Qualle als durch Haiangriffe.  

Die Qualle kommt besonders häufig zwischen Oktober und Mai an der Nord- und Nordostküste Australiens vor. In dieser Zeit sollte man nur in gesicherten Meeresabschnitten ins Wasser gehen. Durch Netze versucht man die Tiere auszusperren, trotzdem ist es ratsam in dieser Zeit Schutzkleidung, einen Neoprenanzug oder einen besonderen Quallenanzug (Stinger-Suit) zu tragen. Wenn man von den Tentakeln berührt wird, treten sofort sehr starke Schmerzen auf. Weitere Symptome sind Blasenbildung und Schwellungen, Krämpfe, Herzrhythmusstörungen, die bis zum Herzversagen führen können. Als Gegenmaßnahmen sollte man so schnell wie möglich ganz normalen Haushaltsessig auf die berührten Stellen und auf eventuell noch vorhandene Tentakel gießen und sofort einen Krankenwagen holen. Die allgemeine Notfallnummer in Australien lautet 000.

Die kleinere Verwandte der Seewespe ist der Irukandji Jellyfish. Diese Qualle ist zwar nur 1-2 cm groß und auch ihre Tentakel mit bis zu 75 cm sind um einiges kürzer als die der Seewespe und doch kann diese fast nahezu glasklare Qualle starke Schmerzen verursachen, die zum Tod führen können. 20-40 Minuten nach der Berührung der Tentakel entwickeln sich die Symptome. Angefangen mit einem leichten Brennen auf der Haut steigert sich das Krankheitsbild zu Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Schweißausbrüche und Erbrechen, sehr hoher Blutdruck. Auch bei dem Irukandji Jellyfish ist die erste Gegenmaßnahme die berührte Stelle mit Haushaltsessig zu übergießen und natürlich sofort einen Arzt aufsuchen.
 
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