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Schnabeltiere
Gehören wie der Schnabeligel zu den Kloakentieren bzw. zu den Eierlegenden Säugetieren, diese kommen nur in Australien und Neuguinea vor. Als ein erstes ausgestopftes Schnabeltier in England die Wissenschaftler erreichte, glaubten diese an einen Scherz eines sehr fähigen Tierpräparators, denn so ein Tier war für sie einfach unvorstellbar.  

Genauso geht es sicher auch heute noch dem ein oder anderen ausländischen Besucher im  Aquarium in Sydney, denn mit seinem Entenschnabel, Biberkörper und Biberschwanz aber Schwimmhäuten an allen vier Pfoten und Krallen sieht es sehr merkwürdig aus. Das Schnabeltier ist nachtaktiv und lebt im Wasser und an Land, tagsüber verkriecht es sich meistens in seine Wohnröhre an der Uferböschung, daher ist es nur sehr selten in der freien Natur zu beobachten. Nachts, auf der Suche nach Futter, durchwühlt das fast blinde Tier mit seinem Schnabel den Grund. Es frisst vor allem Würmer, Krebse und Schnecken.

Kloakentiere, auf Latein Monotremata bedeutet „Einlochtier", die Tiere haben, wie Reptilien und Vögel, nur eine Körperöffnung (die Kloake) für Kot, Harn, Sperma und Eier. Alle anderen Säugetiere haben dafür verschiedene Körperausgänge und legen keine Eier wie das Schnabeltier. Das Weibchen bebrütet die Eier 10 Tage lang in einer separaten Bruthöhle, in der die Jungen anschließend auch gesäugt werden. Die Milch kommt nicht aus einzelnen Zitzen, sondern wird von einem Milchdrüsenfeld abgegeben. Die männlichen Schnabeltiere haben am Hinterfußgelenk einen Giftsporn, dieser wird wahrscheinlich in der Paarungszeit zur Abwehr von anderen Männchen genutzt. Das Gift ist auch für den Menschen gefährlich.
 
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