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Gefährliches Australien

Ein Sachbuch, das man nicht eher aus der Hand legen kann, bevor man nicht die letzte Seite erreicht hat.

Sehr kurzweilig informiert Barbara Backhausen über die gefährliche Tierwelt Australiens. Dabei geht es der Autorin jedoch nicht um möglichst viele Schauergeschichten, sondern um eine sachliche Darstellung der zwar gefährlichen aber sehr interessanten Tierwelt Australiens.

Gefährliches Australien

 

Neben dem unterhaltsamen Schreibstil besticht das Buch durch seine umfassende Bebilderung und das ausgezeichnete Layout.

Nach einen prägnantem Vorwort, beginnt das Buch mit einem Artikel über Gifte und Gegengifte. Was sind überhaupt Gifte? Und wie werden Gegengifte hergestellt? Eine Einführung in Erster Hilfe Maßnahmen beschreibt das richtige Verhalten im Fall der Fälle. Wobei Vorsicht allerdings immer besser ist als Nachsicht. Daher sollte der Australien-Reisende eine allzu nahe Begegnung mit den gefährlichen Tieren vermeiden.

Die nächsten Kapitel widmen sich jeweils einer giftigen Tierart Australiens:

  • Giftige Spinnen
  • Giftige Schlangen
  • Giftige Meerestiere
  • Andere gefährliche Tiere in Meer und Fluss
  • Giftige und gefährliche Krabbeltiere
  • Eingeschleppte Gefahren

In den einzelnen Abschnitten werden einige Tiere und die Auswirkung ihrer Gifte dargestellt. In Exkursen werden Experten und ihre faszinierende Arbeit mit den gefährlichen Tieren vorgestellt. Dabei erfährt man interessante Einzelheiten, so sind zum Beispiel die meisten Schlangenbisse in Australien sogenannte „Dry Bites", Bisse bei denen kein Gift abgesondert wird. Wie Schlangen gemolken werden und, dass aus ihren Giften neben Gegengiften auch andere Medikamente hergestellt werden.

Wer im nächsten Australien-Urlaub die faszinierenden Tiere gefahrlos beobachten möchte, findet im Anhang eine Auswahl hilfreicher Adressen (Reptilienparks, Museen, Zoos usw.).

Zum Schluss ein zitierter Witz aus dem Vorwort: „Was ist schlimmer, als in den Daintree River zu fallen und von einem Krokodil gefressen zu werden? Sich gerade noch auf einen Mangrovenbaum am Ufer retten zu können, dort von einer Schlange gebissen zu werden, sich ausgerechnet an dem Ast festzuhalten, der abbricht, den giftigen Mangrovensaft in die Augen gespritzt zu bekommen, erblindet in den Fluss zu fallen und dort in einer der gefährlichen Strömungen zu ertrinken, bevor einen das Krokodil schließlich doch noch erwischt....." Bedenken Sie immer, auch in Australien sterben mehr Menschen durch Verkehrsunfälle als durch giftige oder gefährliche Tiere.
 
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